Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 95 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 96 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 97 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 98 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 99 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 100 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 101 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 102 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 103 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 104 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 105 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 106 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 107 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 260 01.04. - 07.04.2017  |  Camino - Norbert Funk
Die Straße bringt uns näher an der Natur, und die Natur verherrlicht unser Innerstes Dienstag, 21. September 2021 - 05:09 Uhr
April  :  01.04. - 07.04.2017

01.04. - 07.04.2017

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01.04.2017

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Die Strecke Tagesbericht Foto vom Tage

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Heute hatte ich das Gefühl
ständig bergauf zu gehen.
Direkt zu Beginn meiner
heutigen Etappe galt es eine 1,5 km
lange Steigung zu bewältigen.
Aber auch danach ging es weiter bergauf.
Mal mehr, mal weniger steil.
Auf den ersten 12 km der Strecke
habe ich keine Menschenseele gesehen.
Das kleine Dörfchen, das ich durchlaufen habe,
war wie ausgestorben.
Zu einer kleinen Pause habe ich mich
bei einem landwirtschaftlichem
Anwesen niedergelassen
und der freundliche Landwirt hat mir sofort
eine Flasche Wasser gebracht
und hat sich mit mir in
gebrochenem Deutsch unterhalten.

Da meine TomTom Uhr kurz vor dem Etappenziel
die Aufzeichnung abgebrochen hat,
wurden für heute zwei Wegabschnitte hochgeladen.
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02.04.2017

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Heute war bisher der längste
Streckenabschnitt mit über 32 km.
Nachdem ich heute Morgen um 7:45 Uhr
gestartet bin und mir mein Frühstück
in der Boulangerie gekauft hatte,
war es noch sehr kühl,
der Reif und der Nebel lagen auf den Feldern.
Da ich frostige Hände bekam,
habe ich mich an eine Weisheit
meines Freundes Hans-Jürgen erinnert
und kurzerhand ein paar Strümpfe
aus dem Rucksack genommen
und sie zu Handschuhen umfunktioniert.
Die Strecke verlief gegenüber gestern
zu 80 % auf Teerstraßen,
die häufig viel befahren waren.
In Vigy habe ich dann zum ersten Mal
einen "Leidensgenossen" getroffen.
(Matthias aus St. Wendel)
Er hatte gerade Abitur gemacht und
den Entschluss nach Santiago de Compostela
zu gehen erst vor einer Woche getroffen.
Er nimmt aber eine andere Route,
daher sind wir nur 4 km zusammen gegangen.
In Sanry-lès-Vigy bin ich fast zufällig
auf meine Motorradkollegen Peter,
Eddy und Werner gestoßen,
die mir spontan im Zuge ihrer Sonntagsausfahrt
einen Besuch abstatteten.
Gemeinsam haben wir dann eine Pause gemacht.
Nach einer Stunde haben sie die
Rückfahrt angetreten und ich nahm die
restlichen 13 km meiner heutigen Etappe in Angriff.
(daher heute auch wieder 2 Wegabschnitte)
Heute werde ich in einer
Jugendherberge übernachten.
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03.04.2017

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Nach dem Frühstück machte ich mich
 auf den Weg zur Kathedrale von Metz,
diese ist übrigens sehr sehenswert.
 Aber dann fing die Suche nach
dem richtigen Weg an.
Leider ist in den Großstädten
die Beschilderung nicht so flächendeckend,
zumal sich auch noch die Markierung
von zuvor rot/weiß
in gelb/gelb geändert hat.
Durch die vielen Kanäle und die Mosel
gestaltete es sich nicht leicht.
2 Personen, die ich nach dem Weg fragte,
schickten mich jeder in eine andere Richtung.
Kurze Rede, ich habe mindestens 
eine Schleife von 5 km gedreht
und 1,5 Stunden liegen lassen.
Damit ich mein Tagesziel überhaupt
noch erreichen konnte,
bin ich kurzerhand 3 km
mit dem Bus gefahren.
Hier hat mich ein Ortskundiger dann
auf den richtigen Weg gebracht.
Die Strecke war heute sehr gut zu gehen,
überwiegend an der Mosel oder einem Kanal vorbei.
Das kam mir nach der gestrigen Etappe sehr entgegen.  Kurz vor Arnaville überschritt ich die damalige deutsch-französische Grenze nach dem 1. Weltkrieg.
Dass ich mein Tagesziel dennoch um 4 km verpasst habe,
ist der Tatsache geschuldet,
dass in Vandières die einzige Unterkunft
dauerhaft geschlossen hat.
Bei der dann angestrebten Adresse in Pagny-sur-Moselle war die Vermieterin krank.
Im Rathaus traf ich dann auf eine Angestellte,
die mich spontan zu sich und ihrem Mann
zur Übernachtung mitnahm.
So fand dann der Tag doch noch ein gutes Ende,
zumal ich dort fürstlich bewirtet wurde.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Antoinette und Christian bedanken, die mich heute bei freier Kost und Logis so liebevoll beherbergt haben und mit denen ich den Abend bei gemütlichem Zusammensein und netten Gesprächen verbringen durfte.

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04.04.2017

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Ich habe die Gastfreundschaft
von Antoinette und Christian genossen.
Da beide nicht so früh aufstehen wollten,
haben wir um 8:00 Uhr erst gefrühstückt
und die Zeit vergessen.
Dadurch bin ich heute auch erst nach 9:00 Uhr gestartet. Den richtigen Weg habe ich auch schnell gefunden.
Schön ist die Welt, wenn da nicht die Hügel wären
und mit Teppichen sind die Wege
leider auch nicht gepflastert.
Der Marsch durch die Wälder war sehr schön,
oft aber sehr steinig.
 Ich hatte einen sehr tollen Ausblick auf die Umgebung
und später auch wieder auf die Mosel.
 Bei Montauville bin ich kilometerweit
durch den Priesterwald gelaufen.
In Dieulouard wollte ich meine Tour beenden.
Die Suche nach einer Unterkunft trübte zunächst
die Stimmung, aber eine junge Immobilienmaklerin
bemühte sich redlich um mich.
 Da in der näheren Umgebung 
keine Herbergsmöglichkeit zu finden war,
 entschloss ich mich wieder nach Pont-à-Mousson
zurück zu gehen (10 km).
Doch der Mann der Immobilienmaklerin
bat mir an mich zu fahren.
Morgen komme ich wieder an den Ausgangspunkt zurück
und starte meine 8. Etappe nach Toul.


Da ich nun die erste Woche überstanden habe
und den regen Zuspruch sehe,
bin ich überwältigt, dies gibt mir weitere Kraft.


Ich danke euch Allen dafür

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05.04.2017

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Heute hieß es um 6:15 Uhr aufstehen
und fertig machen, da ich den Bus
nach Dieulouard nicht verpassen durfte,
denn dort war das Ende meiner gestrigen Etappe
und von dort ging ich heute weiter.
Da das alles gut geklappt hat,
habe ich auf freier Flur gefrühstückt.
Es war allerdings recht kühl,
sodass die Socken wieder zum Einsatz kamen.
Die Erfahrung, dass ein schöner Weg
nicht immer der richtige ist,
musste ich unterwegs auch machen.
Leider zu meinem Nachteil.
In Saint-Georges fand ich dann mal
eine Kirche die geöffnet war,
allerdings durch eine Alarmanlage gesichert.
Sie machte einen Höllenlärm,
gekommen ist aber niemand.
Der Weg von Villey-St-Etienne nach Toul
war sehr gut zu gehen,
nur die 4 km am Industriegebiet vorbei
haben sich unendlich gezogen.
Die reich geschmückte Fassade der Kathedrale in Toul
ist sehr sehenswert, aber sie vermittelt den Eindruck,
als sei die Kirche seit langem in Vergessenheit geraten. 

Nach einer Woche steht heute Waschtag an,
weil meine 2 Wandergarnituren nun verbraucht sind.
Es ist überhaupt das erste Mal in meinem Leben,
dass ich selbst waschen muss.
Ich hoffe es funktioniert.
(Der Beweis hierzu ist in der Foto-Galerie zu sehen) 

Zu meinen 31,90 km von heute
kommen noch 2 km hinzu,
da ich ja noch zur Bushaltestelle gehen musste
und wieder zum Ausgangspunkt meiner heutigen Etappe.

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06.04.2017

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Ein letzter Blick zurück auf Toul.
Ich konnte mich heute zwischen
der Hauptroute und einer Alternativroute entscheiden.
Ich habe dann die Alternative gewählt,
weil ich dann noch ein Stück
von der Mosel begleitet wurde.
Es war abenteuerlich, fast wie im Urwald,
über Stock und Stein zu laufen.
Ab Pierre-la-Treiche musste ich
mich dann von der Mosel verabschieden.
Von dort führte der Weg weiter nach Bicqueley.
Die Wegstrecke war ebenso abenteuerlich,
vorbei an einem idyllischen Bachlauf.
Ich nutzte einen schönen Platz mit Bänken
und Tischen zum Mittagessen im Freien.
Ab Bicqueley hatte ich dann wieder
die Römerstraße unter den Füßen.
Eine sehr befahrene Straße, wie ich feststellen musste.
Ein Vorteil: Der Fahrtwind,
der entgegenkommenden Autos,
brachte mir kühlende Luft, aber das muss
man nicht unbedingt jeden Tag haben.

Wie hätte es auch anders sein können...
Auch in dieser Region sind die
Beherbergungsbetriebe durchgängig geschlossen.
Ich hatte jedoch das Glück,
einen ehemals in Trier und Speyer stationierten
ehemaligen Armeeangehörigen zu treffen,
der gerade den Rasen bei der Kirche mähte.
Er hat mir dann bei der Suche
nach einer Übernachtungsmöglichkeit geholfen.
Nach einiger Zeit wurden wir fündig.
In meiner heutigen Unterkunft dürfen die Pilger
zusammen mit der Familie Abendessen.

Anmerkung: Die Region ist wirklich wunderschön zum Wandern, aber leider ist in den Dörfern, die ich durchlaufen habe, nichts mehr los.
Das ist wirklich schade.

Mal schauen wie es morgen weiter geht...

Nachtrag zur gestrigen Herberge:
Unsere Unterhaltungen reduzierten sich
auf die französische Sprache, was aber
dank meiner Sprach-App kein Problem war.
Wie ich beim Abendessen erfahren habe,
betreibt der Gastgeber noch einen Bauernhof
mit 300 Hektar Land und 420 Stück Rindvieh.
Die Frau arbeitet 80 km entfernt
und kommt nur am Wochenende heim.
Der Gastgeber sagte, dass es in der französischen
Landwirtschaft nicht rosig aussieht.
Gekocht haben Vater und Sohn,
denn unter der Woche müssen die Herren ran.
Es gab Salami mit Flit, Rumpsteak mit Spiegelei
und anschließend Käse und eingewecktes Obst.
Das Essen war sehr lecker.
Vor dem Frühstück sind beide
in den Stall gefahren, zu ihrem
außerhalb liegenden Hof.
Sie sagten, ich solle, wenn ich gehe, 
die Haustüre nur zuziehen, nicht abschließen.

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07.04.2017

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Nach 500 m durch eine Wiese 
hatte ich wieder die Straße  unter den Füßen.
Heute war Teertreten angesagt.
98% der Strecke gingen über Hauptstraßen.
Mein Trost: Früher mussten die Römer,
Kaufleute und Pilger diese Straße auch nehmen.
Der Vorteil war, dass man
sich nicht verlaufen konnte.
Nach 8 km habe ich Neufchâteau erreicht.
Wenn man den Namen wörtlich nehmen würde,
müsste es hier neun Schlösser oder Burgen geben,
aber bis auf eine alte Ruine
wird hier nichts geboten. 
Dann habe ich mein Mittagessen
eingekauft und bin weiter gegangen.
Es folgte eine schnurgerade,
wellige Strecke von 11 km an der D1 bis Pompierre.
Es war eine Erlösung, als ich die
Kapelle "Notre Dame" und den Ortseingang erblickte.
Im Kirchenportal habe
ich mein Mittagessen eingenommen.
 Ich ging schnell weiter,
denn es folgten weitere 12 km auf Teerstraßen.
Da es an der Hauptroute keine Herbergsmöglichkeit gab,
musste ich ca. 4 km vom Weg abgehen.
Wegen eines kleinen zu überquerenden
Baches (siehe Foto von der blauen Brücke)
waren weitere 2 km Umweg erforderlich.
Als ich das Ziel Vrécourt erreichte,
musste ich von einem Forstarbeiter erfahren,
dass die Unterkunft weitere 4 km
außerhalb des Ortes liegt.
Nach bereits 31 gewanderten Kilometern
hatte er Erbarmen mit mir und nahm mich mit.


Heute Abend darf ich wieder mit der Familie Abendessen.
Vorher gönne ich mir aber noch ein Bier
auf der Terrasse eines alten Bauernhofes
(siehe Foto-Galerie).
Prost!

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