Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 95 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 96 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 97 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 98 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 99 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 100 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 101 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 102 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 103 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 104 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 105 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 106 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 107 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 260 08.04. - 15.04.2017  |  Camino - Norbert Funk
Ultreia, Ultreia, et Suseia, Deus, adjuva nos! ( Vorwärts, immer weiter und aufwärts, Gott helfe uns auf unserem Weg ) Dienstag, 21. September 2021 - 03:14 Uhr
April  :  08.04. - 15.04.2017

08.04. - 15.04.2017

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08.04.2017

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Die Strecke Tagesbericht Foto vom Tage
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Nach den 2 anstrengenden Vortagen
wollte ich mir für das Wochenende
2 kürzere Etappen aufheben.
Das wäre beinahe schiefgegangen,
doch dazu später mehr.

Die Vermieterin hat sich spontan bereiterklärt,
mich die 8 km zum Wiederaufnahmepunkt
meiner heutigen Etappe zu fahren,
denn diese 8 km hätte ich
auf dem selben Weg zurückgelegt
wie gestern Nachmittag,
nur die Blickrichtung wäre eine andere.
Ich bin dann die Etappe gemütlicher angegangen,
sie sollte ja kürzer sein.
In Graffigny-Chemin konnte eine
alte Viehtränke besichtigt werden,
die angeblich noch genutzt wird,
aber die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe
habe ich nicht gesehen.
Eigentlich war die Wegführung wieder über Asphalt,
aber diesmal gab es keinen Verkehr.
Gestern kamen mir 6 Autos pro Minute entgegen,
heute waren es genauso viele, allerdings in 4 Stunden.
Ich habe dann zum ersten Mal die Meuse überquert
(uns ist sie als die Maas bekannt).
Ich besuchte auf dem Weg eine Kirche,
die noch mit einem Bollerofen beheizt wird,
wo findet man das heute noch? (siehe Fotos)
Meinem Zielort Clefmont kam ich immer näher
und war guter Dinge eine Unterkunft zu finden.
Diese Hoffnung hat sich leider jäh zerschlagen.
Der Ort war wie ausgestorben,
die Herberge und der Campingplatz geschlossen.
Ich habe mir dann erstmal das
Wahrzeichen von Clefmont,
das alte Château, angesehen.
Es macht seinem Namen alle Ehre
und die Aussicht ist bemerkenswert.
Ich setzte mich in den Innenhof und grübelte,
was ich nun tun soll.
Ich ging dann ein wenig durch den Ort.
Dort traf ich ein junges Paar,
das vom Einkaufen kam.
Nachdem ich ihnen mein Leid geklagt hatte,
überredete die Frau den Mann
mit mir eine Unterkunft zu suchen.
Nach einiger Zeit wurden wir zum Glück fündig.
Das Hotel öffnete jedoch erst um 16:30 Uhr.
Ich setzte mich draußen vor die Tür um zu warten.
Dort saß noch jemand
wartend an einem Tisch. Ich sprach ihn an.
Es war Henk aus den Niederlanden,
der einen Zwischenstopp unterwegs zu seinem Ferienhaus machte.
Es war mein Glück, dass er viele Sprachen spricht,
unter anderem auch gut Deutsch.
Wir sind sofort ins Gespräch gekommen
und haben uns so die Zeit vertrieben
und uns dann fürs Abendessen verabredet.
Die angeregte Unterhaltung haben wir dort fortgesetzt.

Morgen gehts am Lac de la Liez vorbei nach Langres.

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09.04.2017

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Wie bereits gestern angekündigt,
bin ich heute eine kürzere Etappe gegangen,
da ich mir in Langres etwas Zeit nehmen wollte.
Heute Morgen bin ich auf dem direkten
Weg zur Hauptroute gelaufen und hab diese
in Orbigny-au-Val an der Jungfrauenstatue aufgenommen.
Der Weg führte zum Lac de la Liez,
einem Stausee mit 2.900.000 qm Fläche.
Mein Weg führte mich
in unmittelbarer Nähe des Ufers entlang.
In der Ferne hatte man schon Sicht auf Langres,
welches auf einer Anhöhe liegt.
Gegen Mittag habe ich dann Langres erreicht.
Ich habe dann noch schnell
für morgen Frühstück eingekauft,
da angeblich hier montags vormittags
die Geschäfte geschlossen sein sollen,
aber das stellt sich morgen früh heraus.
Dann ging ich zum Dom.
Die Messe war gerade zu Ende.
Ich bin dann dem Priester über den Weg gelaufen,
der mir ein Bett in der Pilgerherberge
neben dem Pfarrhaus angeboten hat.
Ich werde es testen.
Es soll kostenlos sein
aber man darf eine Spende dalassen.

Danach bin ich auf Entdeckungstour
durch Langres aufgebrochen.
Ein schönes sauberes Städtchen,
mit ringsum einer Stadtmauer und 4 Stadttoren.
Da ich heute noch nicht so viele Kilometer gegangen bin,
habe ich die Stadtmauer umrundet
und dabei die schöne Aussicht genossen.
Dabei konnte ich dann auch in die Richtung schauen,
in die ich morgen laufe.
Übrigens die Stadtumrundung misst etwa 4 km.
Damit habe ich mein Pensum für heute erfüllt.
Danach pausierte ich am Place Diderot,
der einem berühmten Schriftsteller gewidmet ist.

Da Langres auf einer Anhöhe liegt,
wurde die Stadt früher mit einer Zahnradbahn,
heute mit einer modernen
Kabinenbahn angefahren (siehe Foto-Galerie).
Durch den Rundumgang hat man eine super
Fernsicht bis in die Vogesen und bei guter Sicht
bis ins Berner Oberland (Schweiz).

Zur Nachtruhe begleitet mich heute der Vollmond,
der durch mein Zimmerfenster lacht (siehe Foto-Galerie).

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10.04.2017

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Den Dom von Langres vor Augen,
verließ ich dieses ruhige Städtchen
und machte mich auf den Weg nach Auberive.
Es war wieder eine längere Strecke,
die ihre Tücken haben sollte.
Es gibt hier viele kleine Flüsschen,
leider fließen diese im Tal
und die dazwischen liegenden Bergrücken musste ich auf meinem Weg überqueren.
Im Tourguide zunächst als Wandern auf einer alten Bahnstrecke angepriesen,
sollte sich die Strecke auch für eine Bahn
als sehr steil erweisen (siehe Fotos).
Wie muss die Lok gequalmt haben,
kam selbst ich gut ins "dampfen".
Allerdings haben sich alle Anstrengungen gelohnt,
denn von den Anhöhen hatte ich immer eine
unglaubliche Fernsicht.
Nicht eine Muschel kennzeichnete meinen heutigen Weg,
ich musste stets der GR7 folgen.
Wenigstens war heute nur wenig Teertreten angesagt.
Das letzte Stück (13 km) vor Auberive hat sich gezogen
und wollte kein Ende nehmen.
Hinter jeder Kurve ging der Anstieg weiter,
wenn auch moderat.
Endlich kam ich an einem Tiergehege an und erblickte schon von weitem ein Fahrzeug mit Trierer Kennzeichen.
Als ich näher kam, war es unsere Nachbarin Petra,
die hier eine Woche Urlaub macht.
Die Übernachtung hatte sich schnell geklärt,
denn wir sind zu Ihrer Vermieterin gegangen,
die noch ein Zimmer für mich frei hielt.
Ein positiver Ausgang nach der langen und
anstrengenden Strecke.
Die Unterkunft, eine ehemalige Arbeitersiedlung,
war sehr hübsch hergerichtet.
Gemeinsam mit Petra und der Familie nahm ich mein ersehntes Abendessen zu mir.
Petra hat sich spontan dazu entschlossen,
die nächste Etappe, die dann kürzer werden sollte,
mit zu pilgern.

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11.04.2017

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Bevor ich meine heutige Etappe begonnen habe,
machte ich noch einen letzten Rundgang durch Auberive,
hab mir noch mal das Schloss angeschaut
und für die Kegelfreunde eine alte Naturkegelbahn
besucht (siehe Fotos).
Auch wenn es bisher die kürzeste meiner Wegstrecken
auf dieser Reise war,
so war sie nicht weniger anstrengend.
Die Strecke ging bis auf rd. 600 m nur durch schönes,
schattiges Waldgebiet, mit kurzen, aber dafür heftigen Auf- und Abstiegen.
Hinter Lamargelle-aux-Bois verlief die Strecke wieder auf der alten Bahntrasse "Dijon-Paris",
die bis 1963 noch in Betrieb war.
Heute zeugen nur noch kleine Bahnhäuschen
von dieser Zeit
(Diese sind als Immobilie sehr begehrt).
Die Ost-Champagne haben wir durchlaufen
und wo die alte Bahntrasse auf die Haupttrasse D289 trifft
(siehe Foto mit Wegweiser "Chalmessin"),
befindet sich die Wasserscheide.
Auf schönen Waldwegen ging es weiter.
Der Weg führte an Pferdeweiden und einem schönen Naturteich vorbei.
Ein letzter Anstieg und schon war das heutige Tagesziel,
der Pferdehof der Familie Lenz, erreicht.
Als wir ankamen fuhr ein Auto mit Trierer Kennzeichen
an uns vorbei,
es war eine Frau mit ihrer Tochter aus Konz,
die hier ihren Reiturlaub machen wollen.

Beim Abendessen konnten wir uns von den Kochkünsten des Besitzers überzeugen.

Morgen setze ich meine Reise wieder alleine fort.
Petra tritt den Rückweg zum Ausgangspunkt der heutigen Tour an.

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12.04.2017

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Als ich heute Morgen aufwachte,
konnte ich einen wunderschönen Sonnenaufgang
über dem Val de Tilles beobachten.
Dieses Tal musste ich im Laufe
meiner heutigen Etappe meistern.
Doch zunächst ging es nach Grancey-le-Château.
Da mein Weg eigentlich schon vor dem Ort abbiegt,
musste ich einen Abstecher in den Ort machen,
um mich mit Proviant für den Tag einzudecken...
und wo liegt die Boulangerie?
Natürlich oben im Ort...
(ist nicht in der Aufzeichnung enthalten).
Nachdem ich den Hauptweg wieder aufgenommen hatte,
war zu meiner Rechten eine 2,50 m Höhe Mauer,
die mich 3 km lang begleitete.
Obwohl sich mir ab und an die Gelegenheit bot,
den ein oder anderen Blick durch
einzelne Tore zu erhaschen,
hat sich mir nicht erschlossen, was sich dahinter verbirgt.
Eine Weile lang führte mich meine Route
über Felder hinweg
und durch Wälder hindurch,
bis ich schließlich an die parallel laufende
Bahnstrecke traf,
die ich jetzt schon mehrere Tage überlaufen
oder überquert habe.
Dieses Mal waren in den Hecken die Gleise
noch zu erkennen.
Nach 9 km habe ich Poiseul-lès-Saulx erreicht.
Hier gab es die erste Refuge auf dem Jakobsweg zu entdecken (siehe Fotos).
Ich habe einen Blick hineingeworfen, kein Strom und
kein Wasser vorhanden,
lediglich ein alter Backofen.
(letzter Eintrag vom 17.03.17).
Die nächsten 6 km gingen über schmale,
mit Geröll übersäte, Waldpfade nach Tarsul.
Dies weckte Erinnerungen an Österreich,
wenn ich mit Gustl meine Bergtouren mache.
Tarsul war eigentlich mein Tagesziel,
doch das schöne Wetter und der noch frühe Nachmittag haben mich bewegt noch weiter zu gehen,
um mir auch ein Zeitpolster für das morgige Tagesziel "Hauteville-lès-Dijon" zu schaffen.
Im Vorfeld hatte ich in Saussy ein Zimmer angemeldet,
aber bei nochmaliger Rückfrage wurde mir dann mitgeteilt, dass die Herberge wegen Krankheit geschlossen ist.
Bei einer kurzen Rast in Vernot lief mir
Jean Crämer über die Füße.
Er bot mir an, mich bei der Herbergsuche zu unterstützen.
Wir wurden auf einem alten,
aber sauberen Bauernhof fündig.

Obwohl ich nun doch schon einige Kilometer durch die Wälder marschiert bin,
musste ich mit Verwunderung feststellen,
dass ich heute das erste Mal auf dieser Reise,
ein Wildtier zu sehen bekam.

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13.04.2017

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Auf Grund meiner Übernachtungssituation
bin ich heute in Francheville gestartet,
das liegt etwas westlicher als Saussy,
aber auf gleicher Höhe.
Zunächst ging es etwas bergab,
aber bereits nach 1,5 km stand mir der Schweiß schon
auf der Stirn,
denn jetzt musste ich einen 2,5 km langen Hang,
mit 45 Grad Steigung überwinden.
Da ist mir mitten im Wald,
etwa auf halber Strecke, ein Haus aufgefallen.
Ich nutzte die Gelegenheit für mal richtig durchzuatmen.
Laut Beschreibung handelt es sich um ein Waschhaus,
könnte aber auch ein Badehaus sein (siehe Fotos).
Nach ca. 8 km hatte ich dann die Hauptroute
in Sainte Foy wieder aufgenommen
und setzte meinen Weg Richtung
Messingny et Vantoux fort.
Eine herrliche Wanderstrecke durch den Wald,
begegnet ist mir trotzdem niemand.
Unterwegs kam ich an eine Quelle,
(Fontaine de Jouvence - siehe Fotos)
ein richtig kleines Einod.
In den Ort hinein führte der Weg dann über die Landstraße.
Mein Tagesziel "Hauteville les Dijon"
war nur noch 6 km entfernt.
So beschloss ich die 11 km bis Dijon-Centre zu gehen.
Gesagt, getan, schnell ein Hotel im Zentrum gebucht (ist in einer Großstadt mit 300.000 Einwohnern kein Problem).
Der Weg führte zunächst auf einem Radweg
vorbei der Landstraße,
auf meiner linken Seite duftende Rapsfelder,
rechts die Autoabgase, eine gute Mischung.
Die letzten 5 km bin ich dann auf der Rue des Langres schnurgerade ins Zentrum gelaufen.
Soweit es meine Füße noch mitgemacht haben,
habe ich den schönen Nachmittag genutzt
und mir einige der
örtlichen Sehenswürdigkeiten angeschaut.
Morgen werde ich meine Weiterreise direkt
an der "Cathedrale St. Benigne" antreten.

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14.04.2017

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Es war ein guter Start,
als ich heute morgen meine Reise von Dijon Richtung Chemove fortgesetzt habe.
Ich habe den Weg aus der Großstadt hinaus
direkt gefunden
und mein Nachtquartier war um 8:30 Uhr
auch schon gesichert.
Eigentlich sollte die heutige Etappe etwas flacher ausfallen,
dennoch hatte ich 557 Höhenmeter zu überwinden.
Es gibt Wege, die haben keinen Reiz,
aber sie werden gebraucht um dem Ziel näher zu kommen.
Am Binnenhafen und dem Hospital vorbei ging es durch verschiedene Vororte nach Chemove.
Dahinter hat die Tour eigentlich erst begonnen,
ab hier waren die Weinberge des Burgund mein Begleiter.
In den Weinbergen sind mir kleine Steinhaufen aufgefallen.
Bei näherer Betrachtung waren es Schutzhütten
für die Winzer (Cadole).
Oben ist eine kleine Öffnung, sodass im inneren Feuer gemacht werden kann.
Die Öffnung zeigt wegen der Wetterseite immer nach Osten.
In Marsannay-la-Côte ist mir ein ansprechendes Weindenkmal (siehe Fotos) aufgefallen,
es soll den Beginn der Weinregion darstellen.
Danach kam ich an einem riesigen Weingut vorbei,
neugierig bewunderte ich die Ausstellung.
Die Besitzerin, Madame Clair, sprach mich an.
Nach eigenen Aussagen besitzen sie die größte Weinfläche (38 ha) in Burgund.
Fasziniert haben mich vor allem die niedrigen Rebstöcke (gerade mal 50 cm hoch).
Dies ist so von Amtswegen so vorgeschrieben.
Im September erwarten Sie 120 einheimische Erntehelfer, hier ist noch Handarbeit gefragt,
auf den Einsatz von Maschinen wird gänzlich verzichtet.
Ein Mann mit Hund sprach mich an, da er meine Muschel am Rucksack sah.
Ich musste mit ihm auf einen Kaffee nach Hause.
Auch er möchte den Weg nach
Santiago de Compostela gehen.
Wie gesagt, die Weinberge waren mein Begleiter, doch
ab und an ging es durch den Wald,
einmal sogar durch einen Buchsbaumwald, deren Bäume bis 4 m hoch werden.
In Morey-Saint-Denis saß ein Mann auf einer Bank,
ohne Gesicht,
ich habe ihm eines gegeben (siehe Fotos).
Weiter ging es durch die Weinberge, die Winzer waren fleißig dabei die Weinberge zu beackern.
Der Boden ist grobschollig und steinig.
Nach 28 km bin ich in Nuits-St. Georges angekommen und habe mein Quartier bezogen,
eine wunderschöne Berghütte.
Auf dem Weg dahin bin ich am Geburtshaus von Tisserand, einem 1845 geborenen Astronom, vorbei gekommen.
Er wurde bekannt wegen der systematischen, fotografischen Erfassung des Himmels.

Nun genieße ich den Abend in der
wunderschönen Berghütte,
die mir ein gewisses Urlaubsgefühl verleiht.
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage und
Frohe Ostern.

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15.04.2017

20170415W_thumbnail_150x151px.jpg Damit ich meinen Weg wieder aufnehmen konnte,
musste ich nochmal durch die City.
Die Übernachtung und der laue Abend auf der Terrasse werden mir in Erinnerung bleiben.
Der Weg führte, wie gestern, durch die Weinberge.
Die Winzer waren auch schon wieder fleißig.
Die Strecke ansich kam mir recht kurz vor,
das lag aber wohl daran, dass die Ortschaften
nur kurz voneinander entfernt liegen.
Der Hauptweg jedoch führte 200 bis 300 m
parallel zur Straße
und kurz vor Ortsbeginn führte mich dieser immer wieder auf einen Weinbergsweg.
An einer Stelle hatte sich jemand einen Scherz erlaubt
und das Hinweisschild mit der Muschel in eine andere Richtung gedreht,
was für mich einen Umweg von 800 m zur Folge hatte.
Gott sei dank hatte ich mir für die Osterfeiertage kürzere Strecken ausgesucht.
Auf dem Weg konnte ich herrschaftliche Weingüter bewundern (siehe Fotos).
Kurz vor Beaune habe ich dann mein Quartier bezogen und den Weg in die City fortgesetzt.
Hier hatte ich mir dann auch die Zeit genommen,
um mir die ein oder andere Sehenswürdigkeit,
u.a. auch den wöchentlichen Wochenmarkt, anzuschauen.
Auf einer Parkbank erholte ich mich von meiner heutigen Etappe und beobachtete das lustige Treiben der Kinder,
nichtsahnend standen einmal zwei bekannte
Gesichter vor mir.
Ich traute meinen Augen kaum, als meine Tochter und ihr Verlobter, samt ihrem Hund Robby mich mit einem spontanen Besuch überraschten.
Ihr könnt euch vorstellen, dass der Osterausflug von den Beiden mehr als eine gelungene
Überraschung für mich war.
Morgen geht´s dann in Richtung Chagny, dann sind es noch ca. 150 km bis Lyon.
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