Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 95 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 96 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 97 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 98 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 99 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 100 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 101 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 102 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 103 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 104 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 105 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 106 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 107 Deprecated: define(): Declaration of case-insensitive constants is deprecated in /mnt/web515/b0/40/510336840/htdocs/FL/includes/config.inc.php on line 260 23.04. - 30.04.2017  |  Camino - Norbert Funk
Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Dienstag, 21. September 2021 - 03:59 Uhr
April  :  23.04. - 30.04.2017

23.04. - 30.04.2017

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23.04.2017

Bilder zum Vergrößern anklicken
Die Strecke Tagesbericht Foto vom Tage
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Nach dem Frühstück habe ich noch schnell
ein Schattenfoto von den 5 Gestalten gemacht,
dann haben wir uns verabschiedet,
da ich nun wieder alleine weiter ziehe.

Heute haben die Abstiege die
Wegführung geprägt (920 m),
denn von der Bergwelt muss ich
mich bald verabschieden.
Diese Etappe führte wieder mit unvergesslichen
Ausblicken hinab ins Tal der Loire bis zum heutigen Etappenziel Pouilly-Sous-Charlieu.
Nach ein paar Kilometern kam ich an der
Kapelle am Kalvarienberg (leider geschlossen) an. Die Hinrichtungsstelle Jesu in Jerusalem ist
Patin für diesen Berg.
Von Zeit zu Zeit finden hierher Prozessionen statt.
Danach ging es weiter bergauf und bergab
auf den Ausläufern des westlichen Zentralmassivs,
bis ich gegen Mittag das kleine Städtchen
Charlieu erreicht hatte.
Dieses verfügt über zwei Klosteranlagen:
Eine Benediktinerabtei, deren Kirche allerdings bei der französischen Revolution zerstört
und nicht wieder aufgebaut wurde.
Das zweite Kloster, etwas außerhalb,
ist ein Franziskanerkloster (Convention des Condeliers).
In Frankreich ist es üblich, dass auch die
Sehenswürdigkeiten über Mittag geschlossen sind,
zumindest die auf meiner jetzigen Tour.
Nach einem etwas steileren Aufstieg aus Charlieu heraus,
bin ich auf ein kleines Schloss zugelaufen,
was sich aber in Privatbesitz befindet.
Kurz darauf hat mich ein Hinweisschild
„Santiago 1.890 km“ geschockt.
Nach meinen Planungen dürften es
nur noch 1.700 km sein.
Morgen werde ich dann die Loire und den
Saône-Kanal erreichen und überqueren.
Heute waren sehr viele Menschen unterwegs,
was nicht nur am Sonntag und dem schönen Wetter lag.
Denn hier in Frankreich sind heute Präsidentschaftswahlen mit 11 Kandidaten.
Hauptsächlich vor den Rathäusern (Mairie)
war einiges los.
Im Vorfeld, auch in Gesprächen mit Einheimischen,
wurde nicht sehr viel über die Kandidaten gesprochen.
Warten wir das Ergebnis ab.

Ich möchte noch eines festhalten:
Die letzten 2 Wochen bin ich durch
blitzsaubere Örtchen und Städtchen gelaufen,
die Wälder, Wiesen und Felder haben einen aufgeräumten
und ordentlichen Eindruck hinterlassen.

Zum Abschluss des heutigen Tages, darf ich mich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang zur Nachtruhe begeben (siehe Foto-Galerie).

 

 

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24.04.2017

20170424W_thumbnail_150x123px.jpg Pouilly-sous-Charlieu habe ich heute Morgen verlassen
und wenig später die Loire und den Saône-Kanal
über 2 verschiedene Brücken überquert.
Nach Tagen in den Bergen,
war das Laufen in eher flachem Gebiet,
nördlich von Roanne, wie eine Wohltat.
Kein Geröll mehr, dafür aber auch wenig schattenspendende Wälder.
Es kam mir vor, als würde ich
auf einer Tartanbahn laufen,
doch es kamen noch 481 Höhenmeter dazu,
die ich aber nicht so empfand.
Der Weg führte im Wesentlichen durch Felder,
zwischen Viehweiden hindurch
oder an kleinen Ortschaften vorbei.
Der erste sehenswerte Haltepunkt, war die,
aus dem 12. Jh. stammende,
Zisterzienserabtei der Gemeinde La Bénisson-Dieu.
Diese wurde ebenfalls während der französischen Revolution zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Der Weg führte weiter und weiter,
bis mir ein kleiner Bach den Weg versperrte.
Die Steine der Furt waren teilweise nicht mehr vorhanden. Was nun, dachte ich mir,
doch dann entdeckte ich etwas abseits
einen kleinen, wenn auch wackeligen Steg.
Weiter ging es an Feldern und Weiden vorbei.
Eine Herde junger Ziegen weckte meine Aufmerksamkeit
und ich schaute ihnen eine Weile bei ihren Spielchen zu.
Weitere Möglichkeiten zu Besichtigungen
gab es leider nicht.
Das Schild mit dem Hinweis "Santiago 1.750 km"
ließ meinen Mut wieder steigen,
sollte ich doch angeblich seit gestern 140 km
hinter mich gebracht haben (siehe Fotos).
Nach rund 26 km hatte ich mein Ziel in
Saint-Haon-le-Châtel erreicht.
Mit 24°C war es  der bisher wärmste Tag meiner Reise,
doch das ist wohl schonmal ein Vorgeschmack auf die Etappen durch Spanien.
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25.04.2017

20170425W_thumbnail_150x151px.jpg In Saint-Haon-le-Châtel sind die Pilger aus Sydney
und Chicago am gestrigen Nachmittag
in der gleichen Herberge angekommen.
Hinzu hat sich noch eine Französin gesellt.
Heute morgen haben wir unser Frühstück gemeinsam zubereitet, das war auch wieder eine ganz neue Erfahrung. Der Ort selbst hat eine mittelalterliche Vergangenheit. Zeitzeugen, wie die Befestigungsmauern
sowie die vielen kleinen Gässchen,
können heute noch bewundert werden.
Nach dem gemeinsamen Frühstück
habe ich mich von den anderen Reisegenossen
überreden lassen, die heutige Etappe
mit ihnen gemeinsam zu absolvieren.
So machten wir uns als Gruppe mit vier Nationalitäten
auf den Weg.
Sich für heute noch der Gruppe
anzuschließen war gar nicht so verkehrt,
so war es eine etwas kürzere Etappe.
Da für heute auch Regen
gemeldet war, der dann auch um 14:30 Uhr einsetzte,
kam mir das ganz gelegen.
Zu Beginn der Wegstrecke
ging es im 5 Minutentakt bergan, bergab
und es gab viele kleine Flüsschen zu überqueren.
Den Weg zierte so manche Kapelle, das ein oder andere Château, schöne Kirchen und alte Burganlagen,
die zum Verweilen einluden.
Vor dem Eingangsportal einer Kirche wurden wir,
durch ein in die Steine eingelassenes Muschelsymbol
daran erinnert,
dass wir noch auf dem richtigen Weg waren.
Eine übergroße Muschel im Kreisverkehr von Lentigny haben wir für ein Fotoshooting genutzt.
In Saint-Jean-Saint-Maurice-sur-Loire sind wir, wie der Name schon sagt, an der Loire angekommen, die wir morgen aber schon wieder verlassen.
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26.04.2017

 

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In die fünfte Woche musste ich bzw. wir
zum ersten Mal bei leichtem Regen starten.
Dies tat aber der Stimmung beim
Frühstück keinen Abbruch.
Am Tisch saßen wir aus 5 verschiedenen
Ländern zusammen:
Australien, Amerika, Neuseeland,
Frankreich und Deutschland.
Im Laufe des späten Vormittags hat sich der Niederschlag dann gänzlich gelegt.
Auf der Wegstrecke waren auch heute wieder einige Bächlein zu überqueren, was ein beständiges Rauf und Runter bedeutete.
2 der Bäche konnten über eine Furt überquert werden,
gleichzeitig gab es aber auch kleine Stege,
für mögliches Hochwasser.
Wir haben die Stege benutzt,
denn die Schuhe hatten wir eh schon nass.
Auch an eigentlich aussichtsreichen Stellen
blieb uns die Fernsicht durch das trübe Wetter versagt
(z.B. ins Loiretal).
 Daher beschränken sich die Fotos vornehmlich
auf Kirchen, die wir auf der Tour angelaufen haben.
Viele waren vom Innenausbau her sehr ähnlich.
Am Zielort in Pommiers en Forez angekommen,
hatten wir noch die Gelegenheit verschiedene Gebäudeteile
eines ursprünglichen Benediktinerklosters aus dem
9. Jh. zu besichtigen.
Das Kloster wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitertet und gleicht mehr einer Burg als einem Kloster (siehe Fotos). Eine weitere Erfahrung habe ich heute in der Pilgerunterkunft, die ein Teil der Burg ist, gemacht. Uns wurden Lebensmittel zur Verfügung gestellt, für die Zubereitung waren wir jedoch selbst verantwortlich. Sicherlich wird mir dies, besonders in Spanien, noch öfters begegnen.
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27.04.2017

20170427W_thumbnail_150x146px.jpg Die Pilger aus Übersee haben sich
heute einen Tag Pause gegönnt
und sind nach Roanne gefahren.
Nach dem selbst gemachten Frühstück
habe ich dann den Weg alleine aufgenommen.
Die heutige Strecke hatte keine sehenswerten Haltepunkte,
wenn man nicht an jedem Fischteich,
die es hier zuhauf gibt,
eine Rast eingelegt hat.
Der größte Anteil der Strecke verlief
entlang von Landesstraßen,
sodass ich den heutigen Tag unter die Rubrik
"ich muss von A nach B kommen" einordnen will.
Das kann man auch schon an der schnelleren Geschwindigkeit erkennen.
Als ich dann aus der Ferne schon das, auf einem Hügel
(als Pic bezeichnet - steht für Bergspitze)
stehende, Kloster von Montverdun erblickte,
war mir klar, das Ziel ist bald erreicht.
Ich habe den Aufstieg zum Hügel in Angriff genommen und mir das Kloster angeschaut,
welches im Jahre 728 von einem blinden Abt
gegründet wurde.
Von der heutigen Etappe gibt es
leider nicht mehr zu berichten,
aber morgen gibt es bestimmt nochmal mehr zu erleben.
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28.04.2017

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Mit Blick auf den Klosterberg habe ich den weiteren Weg nach Saint-Georges-Haute-Ville angetreten.
Ich traute meinen Augen nicht,
als ich die weißbedeckten westlichen Bergrücken erblickte,
allerdings haben wir auch noch April.
Der heutige Tag war, gegenüber gestern, ein Tag,
auf den man sich freut, um durch die Lande zu ziehen!
Abwechslungsreich und interessant ist wohl die
beste Beschreibung für diese Etappe.
 Der Lärm der Autos wurde durch das morgendliche Gezwitscher der Vögel ersetzt.
Die Bergaufphasen,
auf den Ausläufern des Zentralmassivs,
kamen mir, trotz der 516 Höhenmeter,
eher wie kleine Hügel vor.
Gegenüber dem was hinter mir liegt
und mich morgen erwartet.
Mit Straßenverkehr hatte ich nur wenig zu tun,
stattdessen ging es durch Felder, Wiesen, Wälder,
an Seen vorbei und auch den ein oder anderen
kleinen Weingarten musste ich hinter mir lassen.
Ich hatte ausreichend Gelegenheit
die schöne Landschaft zu genießen.
Einige grasbewachsene Feldwege waren frisch gemäht,
wie ich finde, eine zuvorkommende Geste für die Pilger.
In Champdieu besuchte ich, wie anderen Orts auch,
die Dorfkirche. Dort traf ich auf den Organisten.
Ich hatte mich eine zeitlang mit ihm unterhalten.
 U.a. erzählte er mir, dass er auch schon mal in
Deutschland gewesen wäre,
und zwar in Eisenach auf der Wartburg.
Während ich die Krypta besichtigte, schloss er seine Orgel wieder auf und spielte mir anschließend ein Stück von Johann Sebastian Bach vor. Mit der musikalischen Unterstützung setzte ich meinen Weg in Richtung meines nächsten Zwischenziels Montbrison, eine Kleinstadt mit 16.000 Einwohnern, fort.
Die Spitze der Kathedrale hatte ich schon ganz nah vor Augen und musste dennoch fast 5 km zurücklegen um diese zu erreichen.
Übrigens, die Bauzeit der Kathedrale dauerte 250 Jahre,
dennoch ist der gotische Baustil sehr durchgängig.
Nachdem ich mich für das Abendessen und das morgige Frühstück eindeckt hatte,
(denn auf der weiteren Strecke gab es
keine Einkaufsmöglichkeit mehr)
setzte ich meine Tour fort.
Auch in den kleineren Orten sind mir die übergroßen Kirchen oder klosterähnlichen Anlagen aufgefallen,
die den Mittelpunkt bilden und meines Erachtens nach von einer wohlhabeneren Vergangenheit zeugen.
In Saint-Georges-Haute-Ville angekommen,
habe ich die Pilgerherberge
(Gemeindesaal mit 5 Feldbetten ausgestattet) aufgesucht.
Hier traf ich auf einen Pilgerbruder aus Lahr im Schwarzwald. Durch eine Infektion im Bein saß er nun bereits schon seit vier Tagen hier fest.
Morgen werde ich ihn auf dem Weg nach
Montarcher begleiten.

Morgen geht es über einen Pass von 1.145 m.
Packen wir es an.

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29.04.2017

20170429W_thumbnail_150x133px.jpg Bevor es losgeht noch schnell ein Abschiedsfoto mit
den 2 Gestalten vor der Pilgerherberge.
Ich hatte dem Pilgerkollegen aus Lahr zugesagt,
ihn heute nach seiner 4-tägigen Zwangspause zu begleiten,
schließlich stand ja heute ein anstrengendes
Programm auf dem Plan.
Die Ebene des Forez haben wir heute
endgültig verlassen und wanderten
bergauf am Montsupt vorbei, zum eindeutig,
schon im Zentralmassiv liegenden Etappenziel,
 La Chapelle-en-Lafaye (1.024 Höhenmeter).
Die Ballonfahrer waren auch schon unterwegs,
das verhieß uns ein schöner Tag zu werden
und am Ende des Tages kann ich sagen, dass es auch
ein schöner Tag war.
Auf den ersten 3 km hatten wir schon einen Höhenunterschied von fast 200 m zu überwinden,
aber durch die wunderschöne Aussicht wurden wir belohnt.
Auf dem Weg nach unten kamen wir an der Kapelle,
Saint Madeleine, vorbei.
Der Blick auf die schönen Fresken wurde uns durch die defekte Innenbeleuchtung verwehrt. Der weitere Abstieg führte uns weiter zwischen und quer durch Felder in Richtung Soleymieux. Hinter einer kleinen Brücke entdeckten wir einen Pfahl mit selbstgemachten Hinweisschildern, auf denen die Entfernungsangaben zu unterschiedlichsten Orten in der Welt abzulesen waren.
Im Gespräch mit dem Hobbykünstler bot er uns einen Sitzplatz und erfrischendes Quellwasser an.
Gestärkt nahmen wir den Anstieg nach Soleymieux in Angriff. Dort angekommen erweckte eine Kirche von ungewöhnlicher Architektur unser Interesse.
Sie ist in den Hang gebaut und hat verschiedene Ebenen, ähnlich eines Kinosaals (siehe Fotos).
Die sich unter der Kirche befindliche Krypta stammt aus dem 11. Jh.. In einem Waldstück führte uns der Weg über Bächlein mit kleinen Wasserfällen.
Wir hielten inne und lauschten dem beruhigenden
Plätschern des Wassers.
Das kleine Örtchen Marols, das wir nur wenig später erreichten, steht im Zeichen des Hl. Jakobus.
Es gibt in verschiedenen Nischen im Ort,
kleine und größere Statuen zu bewundern.
Auch die übergroße Muschel im Ortszentrum gibt hiervon Zeugnis. Es sollte nicht mehr weit zum Ziel sein,
doch der Endspurt hatte es in sich. 400 Höhenmeter,
mit zum Teil nervenraubendem Gestein (siehe Foto).
Auf dieser Etappe haben wir den höchsten Punkt erreicht
(Le Creux du Cerf mit 1.170 m).
Es gibt keinen höheren Wegpunkt auf dem Jakobsweg zwischen Trier und Le Puy-en-Velay. Auf dem Plateau überquerten wir über Holzstege eine kleine Hochmoorlandschaft.
Als wir den Wald und die Hochmoorlandschaft verlassen hatten, ging es leicht bergab zu unserem Zielort
kurz vor Montarcher.
Hier haben wir dann die Pilgerherberge bezogen,
Erfahrung hatten wir ja schon.
Alles in allem ein abwechslungsreicher
und interessanter Tag,
der die Anstrengungen vergessen ließ.
Morgen geht es weiter nach Jouanzecq.
Dann sind es nur noch 2 Tage oder 50 km bis
Le Puy-en-Velay.
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30.04.2017

20170430W_thumbnail_150x156px.jpg Seit 5 Uhr in der Früh pfiff der Wind um das alte Pfarrhaus, in dem die Pilgerunterkunft eingerichtet ist.
Selfmade Frühstück war angesagt.
Vor dem Abmarsch schauten wir noch kurz in die nebenan stehende Kirche,
die für den Gottesdienst vorgeheizt wurde.
Man erkannte sofort, dass es bei uns
doch schon moderner ist.
Der Weg hinauf nach Montarcher war ein Muss für uns, auch wenn auf einer Strecke von nur 800 m bereits ein Höhenunterschied von 175 m zu überwinden war.
In Montarcher angekommen, kam uns der Pfarrer
joggend entgegen.
Er drehte um und öffnete uns die Kirche für eine Besichtigung (nette Geste).
Auf der, sich hinter der Kirche befindlichen, Plattform,
bot sich uns eine wahnsinnige Aussicht
(die Bilder können das nicht wiedergeben).
Der Wind blies uns mit Windstärke 6 um die Ohren,
 und er sollte sogar im Laufe des Tages noch zunehmen.
Obwohl das Tagesziel rd. 250 m tiefer liegen sollte als Montarcher, kamen im Laufe des Tages 758 Höhenmeter auf der Skala hinzu.
Nachdem wir den ersten Abstieg hinter uns gebracht hatten,
kamen wir durch eine kleine Siedlung.
Plötzlich vernahmen wir das Rufen einer Frau:
"Seid ihr aus Deutschland?".
Sie nahm uns mit in ihr Haus und bot uns Kaffee
und Croissants an.
 Später zeigte sie uns ihre neue Pilgerunterkunft, die
 leider nicht in unserem Verzeichnis angegeben war.
Sie bescherrte uns ein unerwartetes zweites Frühstück.
Von einer Pilgerin hatte sie erfahren, dass wir diesen
Weg kreuzen würden.
Der mittägliche bzw. Verpflegungs-Stop
war dann in Usson-en-Forez.
Hier sind wir an dem Grenzstein vorbei gekommen,
der uns anzeigte, dass wir in der Region Velay
angekommen sind (ist auch als Zusatz
im Namen von Le Puy).
Wie schon erwähnt, nahm der Wind,
der uns ständig aus Südwesten ins Gesicht blies,
an Stärke zu, bis zu Windstärke 8.
 Wir waren daher für jeden Streckenabschnitt durch einen Wald froh.
Gott sei Dank hatten wir unser Tagesziel
nach einem kurzen Anstieg erreicht.
Die Etappe war mit 16 km eine
von den kürzeren,
schließlich ist ja Sonntag.
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